27. September 2017 : Manny Drukier zu Besuch beim Zeitzeugengespräch im Barocksaal des Klosters Indersdorf (Marienplatz 7, 85229 Markt Indersdorf)

„Ich habe meine Teenagerjahre verloren, nie die Spiele und Freizeitaktivitäten erlebt, die meinen Kindern nur so zuflogen, und nie das Herzklopfen beim ersten jugendlichen Kuss“, meint der 89-jährige jüdische Überlebende Manny Drukier aus Toronto über seine Jugendzeit in der nationalsozialistischen Verfolgung in Polen und als Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald. Als 16-Jähriger ist er mit letzter Kraft aus dem Todeszug nach Mauthausen gesprungen, während sein Vater darin umkam.

Nach Kriegsende hörte er vom internationalen Kinderzentrum Kloster Indersdorf, wo junge ausländische Überlebende Essen und Unterkunft erhalten konnten und vielleicht sogar ein Visum nach Amerika, der damaligen Hoffnung auf eine bessere Welt.
Obwohl er - durch den Holocaust bedingt - nur über vier Jahre Grundschulbildung verfügte, gelang es ihm, eine der größten Möbelfabriken Kanadas aufzubauen, zwei Lifestyle-Zeitschriften herauszugeben und Autor zahlreicher Bücher zu werden.

Jetzt hat Manny Drukier dem Heimatverein Indersdorf seine Sammlung historischer Fotos aus der Nachkriegszeit im Kloster Indersdorf geschenkt. Er kommt zusammen mit seinen Kindern, Enkeln und einem kanadischen Filmteam zum öffentlichen

Zeitzeugengespräch
am Donnerstag, den 26. Oktober 2017, 19 Uhr
im Barocksaal des Klosters Indersdorf (Marienplatz 7, 85229 Markt Indersdorf)

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